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HAWE Hydraulik aktiv für Fachkräfteausbildung in Afrika

Eine einzigartige Chance bietet sich derzeit den Auszubildende von HAWE Hydraulik: Für die Fachkräfteausbildung in Afrika bauen sie Schulungsmodelle, an denen afrikanische Arbeiter Hydraulik-Kenntnisse erlernen und vertiefen sollen. Mit diesem Projekt werden nicht nur arbeitsspezifische Grundlagen vermittelt, sondern den Menschen vor Ort werden auch berufliche Perspektive aufgezeigt.

Vom VDMA initiiert und von den Mitgliedsunternehmen getragen, soll in Botswana, Nigeria und Kenia die Ausbildung von Fachkräften vorangetrieben werden. Aktuell ist eine duale Facharbeiterausbildung, die aus Theorie und Praxis besteht in diesen Ländern nicht etabliert. Einige wenige große Unternehmen bilden Mitarbeiter für ihren eigenen Bedarf spezifisch aus. Aber eine allgemeingültige Ausbildung, wie wir sie hier in Deutschland kennen, gibt es noch nicht.

Das Projekt hat die Zielrichtung, die Menschen vor Ort zu Fachkräften auszubilden, die Maschinen bedienen, warten und reparieren können, sowie ein Netzwerk zwischen den deutschen und afrikanischen Partnern aufzubauen. Auf lange Sicht ist das natürlich auch die Basis, selbst Maschinen zu konstruieren und zu bauen.

„Es ist wichtig jungen Menschen eine berufliche Perspektive im eigenen Land aufzuzeigen. Durch die Trainings an unseren Schulungsmodellen schaffen wir dafür und für eine eigenständige Industrie eine Basis.“

Martin Kürzeder

Passend zu diesem Vorhaben ist bei HAWE Hydraulik der Bau von fünf Hydraulik-Schulungsmodellen geplant, die das Unternehmen kostenlos in die Länder entsendet. Diese Schulungsmodelle werden bereits seit einigen Jahren erfolgreich in der eigenen Ausbildung junger Facharbeiter eingesetzt. Das komplette Projektmanagement wird von den Auszubildenden des 1. und 2. Lehrjahres eigenverantwortlich übernommen. Es gilt Montagezeiten zu planen, Kaufteile zu identifizieren, Preise zu verhandeln und werksübergreifend zu kommunizieren. Der Liefertermin ist fix, die Schulungsmodelle sollen im Mai 2018 nach Afrika geliefert werden. Am Ende des Projekts winkt einigen der Azubis eine Reise nach Afrika. Nicht nur um die Früchte ihrer Arbeit zu ernten, sondern auch, um selbst vor Ort noch einmal aktiv zu werden: Die Ausbilder müssen eingearbeitet und die ersten Trainings unterstützend durch die Azubis begleitet werden. Doch es soll kein einseitiges Eintauchen in eine andere Arbeitswelt werden. Auch die afrikanischen Ausbilder und Azubis sollen die Chance erhalten, einen Einblick in das deutsche Ausbildungssystem zu bekommen. HAWE sieht auch einem Gegenbesuch nach Deutschland positiv entgegen.

HAWE ermöglicht somit seinen Auszubildenden nicht nur die Vertiefung des eigenen technischen Detailwissens und den Einstieg in die Produktentwicklung, sondern auch das Erlernen von interkulturellen Skills. Darüber hinaus leisten die Azubis einen kleinen, aber elementaren Beitrag zur Entspannung des globalen Flüchtlingsstromes von Afrika nach Europa: Denn wenn die jungen Leute im eigenen Land eine langfristige Perspektive sehen, dann bleiben sie auch aller Wahrscheinlichkeit gerne in ihrer Heimat.

Ansprechpartner

Martin Kürzeder

Technischer Kundendienst / Einsatzplaner



Tel.:

Mail: m.kuerzeder@hawe.de