Talentmaschine bestpractice

Neue Wege zu geeigneten Kandidaten: Speed-Dating und Selfie-Bewerbung

„Der Köder muss dem Fisch schmecken, nicht dem Angler“. Getreu diesem Motto bietet das Hertener Unternehmen LAMBDA Gesellschaft für Gastechnik mbH potentiellen Azubis attraktive Formen des gegenseitigen Kennenlernens an. Beim klassischen Bewerbungsverfahren spielen Noten, Abschlüsse oder berufliche Erfahrungen zunächst die entscheidende Rolle. Anders beim Speed-Dating: Hier kommt es auf die Persönlichkeit des Bewerbers an.

Im vergangenen Jahr erprobte die Muttergesellschaft der LAMBDA bereits das Azubi-Speed-Dating zunächst für zwei seiner elf Ausbildungsberufe. Das Auswahlverfahren überzeugte die 65 anwesenden Bewerber so sehr, dass das Auswahlverfahren nun auf alle Tochtergesellschaften, unter anderem die LAMBDA, ausgeweitet wurde. Das LAMBDA-Speed-Dating findet jährlich Anfang November statt. Es werden so viele Bewerber wie möglich dazu eingeladen. Das erste Kennenlernen dauert dabei exakt zehn Minuten. Diese kurzen Gespräche im Stile eines „Elevator-Pitch“ animieren die Teilnehmer sich auf das wesentliche zu konzentrieren und man merkt direkt, ob die Chemie zwischen Arbeitgeber und Bewerber passt. Die Interviewform dabei ist einfach, aber aussagekräftig.

„Beim Speed-Dating erhält jemand in maximal zehn Minuten die Chance, sich zu präsentieren, der auf normalem Weg nicht einmal die Gesprächsphase erreicht hätte. Interessant für beide Seiten und wenig zeitaufwändig für Personaler“.

Miriam Glause

Alle Bewerber bekommen die gleichen drei bis vier Fragen gestellt: Warum gerade dieser Beruf? Was weißt du über den Beruf? Was ist deine Motivation für den Ausbildungsberuf? Warum dieses Unternehmen? Es gilt die Devise: aufgeschlossen und unvoreingenommen! Denn die Recruiter des Unternehmens wissen während der Gespräche nicht, wer vor ihnen sitzt. Sie kennen weder die Bewerbungsmappe noch die Schulnoten des Bewerbers. Denn Ziel ist es, die Bewerber vorurteilsfrei kennenzulernen und ihren Ansporn zu erfassen. Ist der Funke übergesprungen, gehen die ausgewählten potentiellen Azubis in einer nächsten Runde in das Assessment-Center. 

Zur Optimierung des Bewerbermarketings werden nach dem Speed-Dating Feedbackbögen an die Schüler verteilt. Dazu sagt Personalmanagerin Miriam Glause: „Das Feedback ist durchweg positiv und die Art der Bewerbung kommt bei den Jugendlichen super an. Selbst die abgelehnten Bewerber äußern sich positiv, über die Chance, sich auf diese Art kennenlernen zu können – abseits der üblichen „langweiligen Standardform“.

Dem Gastechnikunternehmen geht es vor allem darum, die Motivation der Bewerber zu erkennen. Dafür testet es neuerdings einen weiteren Kanal: In der Stellenanzeige wird die Möglichkeit angeboten, sich optional per Selfie-Video zu bewerben. Ähnlich wie beim Speed-Dating liegt auch hier der Fokus auf der Persönlichkeit: Bilder sagen mehr als tausend Worte – und Videobotschaften mehr als nur ein Zeugnis. Direkt merkt man, ob der Kandidat zum Unternehmen passt und wie ausgeprägt seine Motivation ist.

Ansprechpartner

Miriam Glause

Personalmanagerin



Tel.: +49 2366 93 44 185

Mail: miriam.glause@lambda.de